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Modernisierung der Stadthalle beginnt im Sommer 2020

Derzeit läuft das Antragsverfahren für Fördermittel für das Großprojekt
Stadthalle bis zum Baustart weiter uneingeschränkt nutzbar

Der Baustart für die Modernisierung der Magdeburger Stadthalle erfolgt erst im Juli 2020. Das haben die Landeshauptstadt Magdeburg und die Messe- und Veranstaltungsgesellschaft Magdeburg (MVGM) als Betreiberin beschlossen. Grund: Für die Beantragung und Bewilligung von Fördermitteln wird mehr Zeit benötigt.

„Ein solches Vorhaben mit einem Investitionsvolumen von 70,1 Millionen Euro sowie 15,4 Millionen Euro für die Gestaltung des Umfelds stellt für die Landeshauptstadt eine große Herausforderung, aber auch eine sehr große Chance dar. Ein solches Großprojekt ist jedoch nur mit entsprechenden Fördermitteln der Europäischen Union, des Bundes und des Landes Sachsen-Anhalt möglich“, so MVGM-Geschäftsführer Steffen Schüller: „Umfangreiche Antragsunterlagen wurden in den vergangenen Monaten ausgearbeitet. Aktuell wird durch die zuständigen EU-Behörden die konkrete Förderfähigkeit der Maßnahmen geprüft. Anschließend kann der Antrag durch das Land Sachsen-Anhalt weiter bearbeitet werden. Da es sich um ein sehr komplexes Vorhaben handelt, nehmen auch die Antragsprüfung durch verschiedene Behörden und das Genehmigungsverfahren viel Zeit in Anspruch“, erklärt er weiter. Deshalb sei ein Baubeginn 2019, wie zunächst avisiert, nicht möglich.

Die Schließung der Stadthalle erfolgt somit nach Angaben des Geschäftsführers zum 1. Juli 2020. Schüller betont: „Die Halle kann bis dahin ohne Einschränkungen weiter genutzt werden. Die Veranstalter und mögliche Interessenten werden wir umgehend darüber informieren.“ Wenn noch möglich, könnten auch bereits vereinbarte Verlegungen von Veranstaltungen in andere Objekte wieder rückgängig gemacht werden.

 

Zum Bauhausjubiläum geöffnet

Positiv am aktuellen Zeitplan: „Zum Jubiläum ,100 Jahre Bauhaus‘ 2019 wird die Stadthalle als herausragendes Baudenkmal aus der Epoche des ,Neuen Bauens‘ für Besucher offen stehen. Dazu werden Gäste aus dem In- und Ausland in Sachsen-Anhalt und der Landeshauptstadt erwartet“, hält Schüller fest. Das monumentale Gebäude auf der Magdeburger Rotehorninsel war in den Jahren 1926 bis 1927 nach Plänen der Architekten Johannes Göderitz und Wilhelm Deffke für die Deutsche Theaterausstellung 1927 errichtet worden. Das 100 Meter lange, 50 Meter breite und 22 Meter hohe Bauwerk gilt das das bedeutendste Objekt aus dem Schaffen Göderitz’.

Nun soll die Stadthalle, die nach teilweiser Zerstörung in den 1950er und 60er Jahren wiederaufgebaut wurde, ab 2020 sowohl als wichtiges Baudenkmal als auch in funktionaler Hinsicht für die Durchführung zahlreicher Veranstaltungen saniert und umgebaut werden. Dafür ist eine Bauzeit von ca. drei Jahren eingeplant. Vorgesehen sind unter anderem der Rückbau von Anbauten, die denkmalgerechte Sanierung der Fassade, der Umbau des Saalbereiches zu einem zeitgemäßen Mehrzwecksaal mit entsprechender Bühnen- und Medientechnik, die Schaffung bzw. Modernisierung von Betriebs-, Künstler- und Verwaltungsräumen, die strukturelle Neuordnung der Funktionsbereiche sowie die Schaffung weiterer Veranstaltungsräume. Auch in puncto Hochwasserschutz soll aufgerüstet werden. Daneben werden Außenanlagen und Umfeld der Halle neu gestaltet.

 

Messe- und Veranstaltungsgesellschaft Magdeburg (MVGM) GmbH
Geschäftsführer Steffen Schüller, Tessenowstraße 5a, 39114 Magdeburg
Jana Bork, Werbung und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 0391 5934-118; Fax: 0391 5934-510; E-Mail: presse@mvgm.de

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