Die Hyparschale in Magdeburg wurde für den Deutschen Ingenieurbaupreis 2026 nominiert. Das sanierte Bauwerk gehört damit zu den sieben Projekten, die von der Fachjury aus insgesamt 41 eingereichten Bewerbungen für die engere Auswahl des renommierten Staatspreises ausgewählt wurden.
Der Deutsche Ingenieurbaupreis gilt als die bedeutendste Auszeichnung für Bauingenieurinnen und Bauingenieure in Deutschland. Alle zwei Jahre werden Bauwerke und Ingenieurleistungen gewürdigt, die durch Innovationskraft, gestalterische Qualität, technische Exzellenz und nachhaltige Lösungen überzeugen.
Die Nominierung der Hyparschale würdigt die außergewöhnliche ingenieurtechnische Leistung, die bei der Sanierung des denkmalgeschützten Bauwerks erbracht wurde. Das markante Schalentragwerk von Ulrich Müther wurde mithilfe von Carbonbeton verstärkt und für eine neue Nutzung ertüchtigt. Durch die substanzschonende Bauweise konnte die architektonische Besonderheit des Gebäudes erhalten und gleichzeitig die Tragfähigkeit langfristig gesichert werden.
Auch der nachhaltige Ansatz spielte bei der Sanierung eine wichtige Rolle. Durch den Einsatz der innovativen Carbonbeton-Technologie konnten gegenüber konventionellen Verfahren erhebliche Mengen an Material und CO₂ eingespart werden.
Die Aufnahme in den Kreis der Nominierten ist eine besondere Anerkennung für alle Projektbeteiligten und unterstreicht die Bedeutung der Hyparschale als herausragendes Beispiel moderner Ingenieurbaukunst. Heute verbindet der größte Müther-Bau der Welt eindrucksvoll denkmalgerechte Sanierung, nachhaltiges Bauen und eine zukunftsorientierte Nutzung als Veranstaltungs-, Kongress- und Ausstellungsort.