Messen und Magdeburg – bereits seit 1922 untrennbar

Messeveranstaltungen lassen sich in Magdeburg sogar bis in die Anfänge der Stadt zurückverfolgen: auf dem kleinen Handelsplatz an der Furt gegenüber dem Slawengebiet. Ihre Tradition freilich beginnt mit der einsetzenden Industrialisierung. Die prosperierende Stadt brauchte ein überregionales Kommunikationszentrum. Auf der Rotehorninsel entstand bis 1922 das Messe- und Ausstellungszentrum. Erfolgreiche Ausstellungen wie die MIAMA von 1922 (Mitteldeutsche Messe für Siedlung, Sozialfürsorge und Arbeit) oder die weltweit wahrgenommene Deutsche Theaterausstellung von 1927 begründeten den Ruf der erfolgreichen Ausstellungsstadt Magdeburg. Von den Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg erholte sich das Ausstellungsgelände auf der Rotehorninsel nur unvollkommen. Aktivitäten, die dem Begriff „Messe“ gerecht werden, entwickelten sich erfolgreich erst wieder seit 1992. „HAGEMA“ und „BAU mit“ gehörten zu den Publikumsrennern.

Mit den wachsenden Aufgaben und den zu lösenden logistischen Erfordernissen eines modernen Ausstellungsgeländes war die Verlegung der Messe in die Nähe des Elbauenparks erforderlich. Mit der Eröffnung der BUGA am 23. April 1999 wird, die neue MESSE MAGDEBURG eröffnet. Die MESSE MAGDEBURG schließt sich direkt an das Gelände des Elbauenparks an. Gute Anfahrtswege und das vorliegende Platzvolumen, kombiniert mit der wunderschönen Lage haben hier ein modernes, attraktives Messe- und Ausstellungszentrum für Magdeburg geschaffen.

Die mittlerweile drei Hallen auf dem 12.000 Quadratmeter großen Messegelände bieten moderne Technik. Die Freiflächen sind teilweise überdacht. Die Projektleitung der MESSE MAGDEBURG hat ihren Sitz in einem Gebäude des Tessenow-Garagen-Komplexes, einem Ensemble ehemaliger Panzerkasernen auf dem Gelände eines alten Militärstützpunktes, erbaut von einem wichtigen Architekten des Neuen Bauens, Heinrich Tessenow (1876-1950). Die Architektur der Messehallen lehnt sich an den schlichten Baustil Tessenows mit Holz, Stahl und Glas an.