- Paul O’Dette, Stephen StubbsMusikalische Leitung
- Gilbert BlinRegie
- Marie-Nathalie LacoursièreChoreografie
- Gwen van den EijndeKostüme
- Kelly MartinLichtdesign
- Christian ImmlerDon Quichotte
- Jason McStootsSancho Pansa
- Emily SiarQuiteria
- Michael GalvinComacho
- Daniel MoodyBasilio
- Richard PittsingerGrisóstomo
- Jason RoberPedrillo
Serenata von Georg Philipp Telemann TVWV 21:32, Libretto von Daniel Schiebeler und Telemann, ergänzt um Auszüge aus Burlesque de Don Quichotte TWV 55:G10 (halbszenische Aufführung)
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Telemanns zeitloser Einakter um die unverhoffe Teilnahme des tragikomischen Paares Don Quichotte und Sancho Pansa auf einer – schließlich glücklich verhinderten – Hochzeit im ländlichen Millieu beweist mustergültig, dass wahre Komik sich im Detail und in dessen qualitativ hochwertiger Ausformung entfaltet. Das beginnt beim feinsinnigen Humor von Daniel Schiebelers (von Telemann zur Komposition überarbeitetem) Textbuch, das arkadische, bürgerlich-moralische und aufklärerische Elemente mühelos ineinanderflicht und am Ende die Klugheit nicht nur über den Reichtum stellt, sondern sie überhaupt zur höchsten Tugend erhebt. Eine Steilvorlage und wohl auch ein Jungbrunnen für den kompositorisch gereiften 80-jährigen Telemann – Schiebeler war, als er das Libretto schrieb, gerade einmal 20, nur sieben Jahre älter als Telemanns Enkel Georg Michael.
Für die bereits in Boston und New York gefeierte Produktion des Boston Early Music Festivals (BEMF) haben Paul O’Dette und Stephen Stubbs Sätze aus Telemanns Ouvertürensuite Burlesque de Don Quichotte in das Werk integriert und den hochkarätigen Sängern ein Tanzensemble zur Seite gestellt. Dieser Ansatz bringt das arkadische Flair des Don Quichotte zu voller Geltung.
Dauer: ca. 100 Minuten zzgl. Pause
Konzerteinführung 15.30 Uhr